Klavierspieler brauchen ruhige Hände

Was macht ein Klavierkonzert aus? Wieso können wir uns bei dem einem Pianisten völlig entspannen und in die Musik fallen lassen während uns der andere Pianist nur unruhig werden lässt und die Töne gar nicht unser Herz erreichen? Klavierspieler brauchen ruhige Hände, um uns mit ihrem Vortrag zu bannen.

Mozart wird nachgesagt, sein Anschlag sei klar, elegant, er habe ruhige Hände, die sich sanft und natürlich an die Tastatur legen. Es sei genussvoll, sein Spiel zu erleben, für das Auge und das Ohr.
Was sagt uns das? Klavierspieler brauchen ruhige Hände! Der Ton wird erzeugt durch die Geschwindigkeit des Anschlages, gleichgültig, ob ein Gegenstand den Anschlag ausübt oder ein Finger.

Wir sehen die Hände des Pianisten über die Tastatur eilen. Sehen wir aber genauer hin, sind es die Finger, die eilen, die sanft auf die Tasten aufschlagen oder die Tasten wie ein Vorschlaghammer niederdrücken. Die Hand jedoch bleibt ruhig, gelassen. Wäre es die Hand, die unruhig über die Tasten gleitet, diese Klangfülle könnte nicht erreicht werden, denn die Hand ist zu unbeweglich, um diese unterschiedlichen Anschläge in der Geschwindigkeit auszuführen, die gewünscht ist. Das schnelle Spiel auf der Tastatur des Klaviers ist nur möglich, wenn der Klavierspieler ruhige Hände hat. Probieren sie es mal aus: Es ist nicht möglich die Hand so schnell zu bewegen, wie die einzelnen Finger.

Daraus folgert: Des Klavierspielers ruhige Hand ist die Ausgangsbasis für das gefühlvolle Spiel, das uns in Bann zieht. Thomas Lohse hat es uns bei den Superstars gezeigt und auch wenn er nicht gewonnen hat, so bleibt der doch der Pianist der Herzen.

Schlagworte: ,

Kommentieren

Sie müssen angemeldet sein, um kommentieren zu können.