Archiv für die Kategorie „Musik“

DSDS 2011: Die Songlisten der achten Staffel von DSDS

Dienstag, 15. Februar 2011

Deutschland sucht den Superstar 2011 zieht auch in diesem Jahr wieder viele Millionen Menschen vor den Fernseher. Die Castings machen de Auftakt und präsentieren dabei allerlei Paradiesvögel, die teilweise einfach nur lächerlich sind. Aber genau das macht auch den Reiz der Show aus, denn in den ersten Wochen gleicht DSDS manchmal mehr einer Comedy-Sendung als einem Castingformat.

Mit dem Recall und den Mottoshows wendet sich dann das Blatt: Die Spreu ist vom Weizen getrennt und es geht nun um wahre Sänger und Sängerinnen, die das Zeug haben der neue Superstar 2011 zu werden.
Wer es in die Mottoshows geschafft hat, kann schon einmal große Stücke auf sich halten, denn das gelingt wahrlich nicht allen Teilnehmern.

Das Musikmagazin Musiktipps24.com berichtet schon jetzt brandaktuell über die Vorgänge in Deutschlands erfolgreichster Castingshow. Pünktlich zu den Mottoshows wird es aber noch mehr Infos zu „Deutschland sucht den Superstar“ geben. Dann werden wöchenmtlich die aktuellsten Songlisten für die Mottoshows präsentiert, die zu einem der wichtigsten Themen bei DSDS gehören. Die Frage: „Wer singt was in der Mottoshow?“ ist ein absoluter Dauerbrenner.

Neben der Berichterstattung zu den Mottoshows wird es natürlich auch weiterhin Hintergrundberichte zu den einzelnen Kandidaten geben, Hintergrundberichte zur Show und natürlich wird man auch wieder tolle Interviews mit den Top 15 teilnehmern lesen können.

Alle aktuellen und brandheißen Infos zu DSDS, zu Deutschlands erfolgreichster Vastingshow gibt es dann täglich auf Musiktipps24.com

Musikdownloads beliebter denn je

Montag, 10. Januar 2011

So gut wie jeder Mensch mag irgendeine Form von Musik. Aus diesem Grund gibt es spätestens seit Mitte des letzten Jahrhunderts und auf jeden Fall in der westlichen Welt ein Riesengeschäft mit der Musik. Das Aufkommen des Internets hat diese Wirkung noch verstärkt. Gab es ganz zu Beginn, als das Internet richtig populär war, Probleme mit illegalen Angeboten wie denen von Napster, ist davon heute nicht mehr so viel übrig.

Grund dafür ist die Tatsache, dass legale Angebote wie das von iTunes den Mp3 Download sicher‚, günstig und einfach gemacht haben. Etwas wie iTunes war Voraussetzung für den Erfolg der digitalen Downloads. Wie man heute weiß, sind die Menschen durchaus bereit, im Internet für bestimmte Dinge zu bezahlen. Im Prinzip geht es einfach nur darum, ob diese Dinge aus attraktiv sind und einen Mehrwert bieten. Denn das war nicht immer so. Früher waren physische Tonträger wie CDs einfach zu teuer. Alben von Leuten wie Britney Spears kosteten oft mehr als 10 oder 15 Euro, boten aber nur 3 oder 4 wirklich gute Songs.

Dieses Prinizip hat sich mit den digitalen Downloads geändert. Heute kann man sich einfach seine Lieblingssongs zusammenstellen und so dafür sorgen, dass man wirklich nur das bekommt, was man auch haben will. Die Zeit der ungeliebten “Filler” ist somit endgültig zu Ende. Und der Trend zum Download wird sich verstärken. Niemand ist schließlich wirklich bereit, das Haus zu verlassen um sich Musik im Laden zu kaufen, die er viel bequemen, einfacher und oft auch billiger online bestellen kann.

Klavierspieler brauchen ruhige Hände

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Was macht ein Klavierkonzert aus? Wieso können wir uns bei dem einem Pianisten völlig entspannen und in die Musik fallen lassen während uns der andere Pianist nur unruhig werden lässt und die Töne gar nicht unser Herz erreichen? Klavierspieler brauchen ruhige Hände, um uns mit ihrem Vortrag zu bannen.

Mozart wird nachgesagt, sein Anschlag sei klar, elegant, er habe ruhige Hände, die sich sanft und natürlich an die Tastatur legen. Es sei genussvoll, sein Spiel zu erleben, für das Auge und das Ohr.
Was sagt uns das? Klavierspieler brauchen ruhige Hände! Der Ton wird erzeugt durch die Geschwindigkeit des Anschlages, gleichgültig, ob ein Gegenstand den Anschlag ausübt oder ein Finger.

Wir sehen die Hände des Pianisten über die Tastatur eilen. Sehen wir aber genauer hin, sind es die Finger, die eilen, die sanft auf die Tasten aufschlagen oder die Tasten wie ein Vorschlaghammer niederdrücken. Die Hand jedoch bleibt ruhig, gelassen. Wäre es die Hand, die unruhig über die Tasten gleitet, diese Klangfülle könnte nicht erreicht werden, denn die Hand ist zu unbeweglich, um diese unterschiedlichen Anschläge in der Geschwindigkeit auszuführen, die gewünscht ist. Das schnelle Spiel auf der Tastatur des Klaviers ist nur möglich, wenn der Klavierspieler ruhige Hände hat. Probieren sie es mal aus: Es ist nicht möglich die Hand so schnell zu bewegen, wie die einzelnen Finger.

Daraus folgert: Des Klavierspielers ruhige Hand ist die Ausgangsbasis für das gefühlvolle Spiel, das uns in Bann zieht. Thomas Lohse hat es uns bei den Superstars gezeigt und auch wenn er nicht gewonnen hat, so bleibt der doch der Pianist der Herzen.

I NEED A DOLLAR (RMX)

Montag, 29. November 2010

Vor kurzer Zeit kam der Song I Need a Dollar von Aloe Blacc raus. Gerade eben habe ich auf Youtube den ersten RMX von dem Song gehört. Der RMX ist Bombe, ich möchte euch nichts mehr vor enthalten hört ihn euch an!

Dieter Bohlen sucht wieder Supertalente

Montag, 9. August 2010

Das Supertalent“ geht 2010 in die vierte Runde. Wieder einmal sucht der Obercaster von Deutschland, Poptitan Dieter Bohlen, ein neues Talent. Zusammen mit seinen Mitstreitern Bruce Darnell und Sylvie Van der Vaart wird die Jury auch 2010 wieder viele viele Beiträge von Menschen aus fanz Deutschland sehen.

Es kann lustig, traurig aber auch unfreiwillig komisch werden, wenn die verschiedenen Talente ihr Glück versuchen.
In den letzten Jahren gab es viele unterschiedliche Einlagen zu bestaunen: Gute Sänger und Sängerinnen traten an, aber auch Akrobaten und Tänzer.

Wie in verschiedenen Meldungen von RTL bereits zu lesen war gab es auch 2010 irre Talente und diesmal viel Tanz.
Es wird also auch 2010 wieder sehr musikalisch.
Die Aufzeichnungen von „Das Supertalent 2010“ laufen gerade auf Hochtouren und schon ab Mitte Oktober wird man dann die vierte Staffel im Fernsehen anschauen können.
Am 16. Oktober um 20.15 h strahlt RTL die erste Sendung aus.

Die Redaktion von Musiktipps24.com ist ab dann wieder live dabei und wird über die Teilnehmer und Talente und natürlich über die Show selbst berichten.
Jede Woche gibt es aktuelle Kritiken und auch Zusammenfassungen der jeweiligen Shows, schaut also öfter mal bei Musiktipps24.com vorbei, um euch zu informieren.

Plattenspieler

Montag, 2. August 2010

Die Ära des Plattenspielers begann mit der Erfindung des Grammophons, das noch stromlos mit Hilfe einer Kurbel angetrieben wurde und aus dessen Trichter die Musik von der sehr kurzlebigen Nadel übertragen wurde. Der nachfolgende Plattenspieler wurde elektrisch angetrieben. Zunächst legte man die schwarzen Platten aus Schellack, welche sehr zerbrechlich waren, auf. Später kamen die noch heute bekannten Schallplatten in kleiner Form, die sogenannten Singles, die auf jeder Seite ein Lied beinhalteten und als Langspielplatten mit mehreren Liedern auf jeder Seite, auf den Markt. Sie waren immer noch schwarz, aber aus dem nicht mehr ganz so empfindlichen Vinyl.

Die Musik vom Plattenspieler war zunächst noch in Monoton zu hören; später erhielt man Stereoqualität und damit einen schon wesentlich besseren Klang aus zwei Lautsprechern. Wies die Platte einmal einen Kratzer auf, was schnell mal durch Fremdeinwirkung geschehen konnte, gab der Plattenspieler diesen ganz deutlich in Form von Missklängen wider.

Plattenspieler baute man zunächst meistens in Musiktruhen ein, die oft mit dem Radio zu einer Einheit im Handel erhältlich waren und hauptsächlich zur Wohnzimmereinrichtung passen sollten. Später erfand man tragbare Geräte, die überallhin mitgenommen und aufgestellt werden konnten. Zur Zeit der späteren sogenannten Musiktürme bildete der Plattenspieler den Abschluss verschiedener Audiogeräte, die kompakt zu einer Anlage zusammengefasst waren und einzeln ausgetauscht werden konnten.

Komfortable Plattenspieler konnten mehrere Platten auf einmal tragen, die mit Hilfe des Plattenwechslers automatisch nach und nach auf den Musikteller gelegt wurden. Auch heute noch gibt es für die in der Jugend angesammelten Schallplatten zum Abspielen geeignete Plattenspieler. Und auch die Grammophone werden gerne noch für Dekorationszwecke in das Wohnzimmer gestellt.

Ebenfalls sehr wichtig für das perfekte Klang-Erlebnis sind einwandfreie Tonarme, denn Sie gelten als Herzstück jedes Plattenspielers. Deshalb unbedingt die Tonarme überprüfen und nicht gleich einen komplett neuen Plattenspieler kaufen, wenn dieser mal streikt.

Musik und Ihre Auswirkung

Dienstag, 15. Juni 2010

Wer kennt das auch, man spürt und “schmeckt“ die Musik.
Sie bringt uns zum lachen, lenkt uns von Alltäglichen Sachen ab, ob das der Stress mit der Freundin ist oder das schlechte Wetter wenn man das Fenster raus schaut. Sie kann sehr viel in einem Menschen bewegen und anspornen. Es gibt auch die traurige Musik bei der man an nicht so schöne Sachen denkt oder erinnert wird aber auch wie schon gesagt Musik die Uns aufbaut.
Es kommt ganz auf den Geschmack des Hörers an was Ihn aufbaut und wiederum zum Nachdenken anregt. Dann gibt es auch wiederum die Musik die uns die Lust verleiht Feiern zu gehen und Party zu machen, die so genannte “Partymucke“. Zur Zeit gibt es ein Paar Hits die Ich hier nennenswert finde. Wie zum Beispiel die Atzenmusik “Dass geht ab“ oder “Disco Pogo“. Die Songs werden hoch und runter gespielt im Radio und im Fernsehen auf Musikprogrammen (MTV, VIVA, imusik, Trance..).
Die Songs werden sogar in TV-Werbungen genutzt. Es ist halt nur eine Frage der Zeit wie lange die Lieder gespielt werden bis Sie nicht mehr zu hören sind, weil man Sie schon zu oft gehört hat.
Wenn mal einmal dabei bedenkt dass die “Atzen“ Jahrelang Underground waren und jetzt im Freien TV gespielt werden seht man mal das man mit den Richtigen Songs bzw. Texten auch Commerce werden kann. Ich denke mal man wird in der kommenden Zeit noch mehr von Ihnen zu hören bekommen.
Musik von den “Atzen“ die man auch “schmecken“ kann.

Pankratius Fanzine – Interview

Montag, 21. Dezember 2009

Nik: Wie hat das mit den DISASTERS angefangen?Wann?Wo?Wie?

Martin: Irgendwann ’99 haben wir angefangen unsere schon seit längerem existierenden Pläne eine Band zu machen umgesetzt. War alles noch sehr unbeholfen und chaotisch. Ich konnte noch gar nicht richtig Schlagzeug spielen, wir hatten keinen Proberaum, fast keiner von uns hatte irgendwelche Banderfahrung. Zu Beginn hatten wir dann auch noch mehr Umbesetzungen als Proben, aber als wir dann Probezeit im lokalen Jugendzentrum bekamen, stellte sich auch eine feste Besetzung ein. Anfang 2000 bezogen wir zusammen mit der Band GOLDEN COCKRING einen eigenen Proberaum und unser erstes Konzert war dann im Oktober 2000. Zugetragen hat sich das alles im Kleinstädtchen St.Tönis, am Rande der grauen “Metropole” Krefeld…

Nik: Was waren anfangs deine Einflüsse/Idole?

Martin: Hu, schwere Frage – Meine Einflüsse damals? Ich weiß nicht mehr… kann vor allem nicht sagen, dass davon etwas in die Musik der DISASTERS eingeflossen ist. Ich bin ja nur der Schlagzeuger. Damals haben wir eigentlich alle viel “Streetpunk” gehört. Das war ja damals modern. Hat sich mittlerweile aber auch stark geändert und ausdifferenziert. Die Inspirationen einfach mit ein paar Freunden mal eine Band zu machen und zu probieren, was daraus wird, auch wenn’s am Anfang schlecht ist, das ist ja mehr so ein generelles Ding bei Punk-Musik – “Geh raus, mach, was du machen willst und beschwer dich nicht, wenn’s keinem gefällt!” Nun Idole, das hört sich so nach Bewundern und Vergöttern an. Ich glaub, so was hatte und habe ich nicht. Es gibt ein paar Menschen, die ich achte – wegen ihres Lebenswerks, ihrer Einstellung oder der Inspiration, die sie für mich bedeuten. Im Bereich von Punk und Musik, sind das z.B. die STIFF LITTLE FINGERS, Jello Biafra von den DEAD KENNEDYS oder NEW MODEL ARMY, TV Smith…oder auch einfach nur viele Menschen, in meiner unmittelbaren Umgebung. Menschen die sich durch Aufrichtigkeit und Achtung vor anderen Menschen auszeichnen. Aber das sind genauso Menschen wie du und ich. Jeder sollte sein eigenes Idol sein…

Nik: Und was sind deine Wurzeln (bzw.: hast du früher schon mal in andren Bands gespielt?

Martin: Wie oben schon gesagt, habe ich erst für die DISASTERS mit dem Schlagzeugspielen angefangen und deshalb vorher noch in keiner Band gespielt. Aber ich war in der Grundschule im Schulchor.

Nik: Es gibt ja Leute die eure Frontfrau schlecht finden weil sie so `rotzig´ ist, andere finden sie aus dem selben Grund gut. Was sagt ihr zu so was (Im Ox z.B.: Jungs, schmeißt die Frontfrau raus!)?

Martin: Nun, man kann es sowieso nicht allen recht mache, sollte man auch nicht versuchen. Christine singt wie sie singen will und kann und ich find’s gut. Wenn es jemand nicht passt kann er ja rausgehen oder ausmachen. Die Kritik im OX fand ich schon überzogen und hat ja Christine persönlich und nicht nur wegen ihres Gesangs angegriffen, dass fand ich scheiße. Wie gesagt, jeder hat dass Recht, das es ihm nicht gefällt und kann das auch sagt. Damit habe ich kein Problem. Aber die Art und Weise, wie das im OX geschrieben wurde, war unverschämt. Aber damit halte ich mich auch nicht lange auf. Es gibt wichtigeres, als sich mit der Meinung anderer auseinander zusetzten.

Nik: Ihr hattet ja schon mal eine Frau in der Band, irre ich mich? Und was hatte die dann gespielt?

Martin: Ja, bis Anfang 2002 hatten wir zwei Sängerinnen. Da hat Nina noch mit Christine zusammengesungen.

Nik: Eure ersten 2 `Veröffentlichungen´ waren ja beide Demos, warum denn das?

Martin: Ist doch eigentlich relativ normal, dass man als unbekannte Band erstmal mit einem Demo anfängt. Das erste Demo, ist auch ehr zufällig entstanden. Direkt bei unserem ersten Auftritt. Super Aufnahmequalität, aber natürlich musikalisch noch wenig ausgereift und halt live. Das war noch nicht so wirklich das Wahre. Das 2.Demo haben wir dann gemacht, als Nina und Hans ausgestiegen sind. Wir wollten nicht direkt was ‚offizielles’ machen, sondern uns lieber Zeit lassen, bis es wirklich gut ist. Und so können wir mit unserer Single jetzt auch restlos zufrieden sein, denke ich.

Nik: Ich hab schon oft gehört dass die Szene in Düsseldorf irgendwie grad stillsteht und es keinen gescheiten ort gibt wo man sich treffen kann. Ist das wahr oder nur Quatsch?

Martin: Ich glaube da bist du falsch informiert. Also in Düsseldorf gibt es schon einige Läden, z.B. das AK47, wo schon seit Ur-Zeiten regelmäßig Punkkonzerte zu fairen Preisen über die Bühne gehen. Dann mach der Nico von Beer and Music-Entertainment haufenweise Konzerte in verschiedenen Läden mit teilweise recht namenhaften Bands, so dass man zum Teil etwas übersättigt ist. Es gibt Bands, Labels, einen Plattenladen, ein Linkes Zentrum…eigentlich auch viele Leute, das Ruhrgebiet und Köln sind nah. Ich denke in Düsseldorf kann man sich, was das angeht, nicht beschweren.

Nik: Wie stehst du zu so genannten politischen Bands?

Martin: Also das kann ich so allgemein nicht sagen. Der Musikantenstadl ist meiner Meinung auch hochpolitisch: Gerade in dem er die Leute einlullt und ihnen irgendwie eine kitschige, heile Welt vorgaukelt. Da werden ja auch ganz bestimmte Werte – meist konservative bis reaktionäre – vermittelt. Zwar nur unterbewusst und nicht direkt, aber dass scheint ja offensichtlich besser zu funktionieren als noch so wachrüttelnde eindeutige politische Texte. Oder das Chart-Gedudel, oder Nazi-Bands, auch politisch… Aber du meintest ja wahrscheinlich Punk-Bands, die hauptsächlich linke, anarchistische oder was auch immer für politische Aussagen in ihren Songtexten haben. Nun, da kommt’s auch drauf an, wie dass gemacht ist. Das zehnte Mal mehr oder weniger gleichförmig zu hören, das der Staat doof ist und alle Politiker und Bonzen und die Industrie und einfach alle immer nur alles falsch machen und man da voll dagegen ist, find ich langweilig. Andererseits besteht ja auch immer die Schwierigkeit komplexe, politische Themen, bei denen eben nicht alles einfach und schwarz-weiß ist, angemessen in die zwei bis dreieinhalb Minuten zu stopfen, die man in einem Song zur Verfügung hat. Positive Beispiele sind da z.B. BUT ALIVE oder die DEAD KENNEDYS. Wenn’s gut gemacht ist, dann muss ich auch nicht mal mit der Meinung, die in den Texten vertreten wird, übereinstimmen. Im Endeffekt, kommt es aber für mich vor allem drauf an, dass man dem Text anmerkt, dass sich jemand mit etwas auseinandergesetzt hat und etwas Intelligentes und Eigenes zustande gebracht hat. Das da Kopf und Herz drin sind und nicht einfach nur irgendwelche Phrasen und Klischees runtergedrescht werden. Ob das jetzt was lustiges, politisches, persönliches, ein Liebeslied oder was auch sonst für eine Schublade aufmachen will, ist, darauf kommt es nicht unbedingt an. Interessant sind vielleicht auch Texte, die mehrere Aspekte abdecken und sich nicht so einfach in eine Schublade stecken lassen.

Nik: Schreibt ihr auch manchmal politische Lieder?

Martin: Ja, so gesehen schon. Obwohl, politisch klingt schon so definiert. Mit einer festen Ideologie im Hinterkopf, nach der man die Welt deutet. Ob dass nun Links, Rechts oder Mitte ist, so was haben wir nicht. Wir behandeln aber in einigen unserer Texte schon gesellschaftliche und politische Themen.

Nik: Was für Dimensionen haben denn so eure Konzerte?

Martin: Das ist unterschiedlich. wir haben schon vor 7 Zahlenden gespielt, von denen dann auch noch 5 am Kicker im Vorraum standen. Andererseits waren auch schon mal 200 oder noch mehr Leute da. Dann aber meistens nicht alle wegen uns…Normal sind so 50 bis 100 Leute.

Nik: Nur mal so, Habt ihr schon mal mit irgendeiner “Großen´´ Band gespielt?

Martin: Ab wann geht denn “groß” los? Zwei Meter? Nein, im Ernst: D.O.A. aus Kanada, Duane Peters and the Hunns aus USA, die alten Recken Chelsea aus England und die Real McKenzies ebenfalls aus Kanada dürften eigentlich den meisten geläufig sein. Aber auch wenn es schön ist, dass bei solchen Konzerten viele Leute kommen, ist es für mich nicht so wichtig wie “groß” eine Band ist, sondern zu erst mal, wie sympathisch. Aber in der Hinsicht, kann man sich bei dem Großteil der Bands, die ich oben genannt habe, nicht beschweren. Waren eigentlich fast alle super nett und mehr auf dem Bode geblieben als so manche Schülerband, die gerade ihr fünftes Konzert spielt.

Nik: Was macht ihr denn Hauptberuflich?

Martin: Keiner von uns arbeitet wirklich. Wir sind alle vier Studenten und nur Lucas arbeitet nebenher noch in irgendeinem Schraubenlager.

Nik: Möchtest du mit der Band irgendwann mal auch ‘nen Majordeal kriegen, oder bist du mit dem jetzigen “Status der Band ´´ zufrieden?

Martin: Erste Frage: Nein, möchte ich nicht. Meine Band soll mein Hobby bleiben. Meine liebste Eisenbahn – wie Micha (Drummer der Schwarzen Schafe) sagt. Es ist schön wenn ein bisschen Geld reinkommt um Aufnahmen und andere Kosten zu bezahlen, aber mehr muss nicht sein. Ich habe keine Lust Teil der Unterhaltungsindustrie zu werden, wie dass ja z.B. gerade die Distillers werden. Mit dem Statuts, also der momentanen Situation der Band bin ich recht zufrieden. Obwohl ich da auf jeden Fall noch die Möglichkeit zur Verbesserung in allen Belangen sehe. Musikalisch kann es, vor allem bei mir, noch besser werden, ein paar mehr Tonträger, eine Tour, sowieso genug Konzerte könnten es schon sein. Und natürlich würde ich mich freuen, wenn die Disasters noch etwas bekannter würden, mehr Leute zu unseren Konzerten kommen und wir noch mehr positive Resonanz bekommen. Mehr rumkommen und mehr Leute kennen lernen. Im Ausland würde ich gerne mal touren

Nik: Wie sieht’s denn im Moment aus in Sachen Tour&Platten?

Martin: Nun, unsere Debüt-EP “Smile Till You Die” ist ja im November auf Campary Records erschienen und dort werden wir denke ich in nächster Zeit auch wieder was mache. Aber was Konkretes gibt es da noch nicht. Im Mai werden wir zwei kleine Mini-Touren machen (Daten unter www.the-disasters.de) und wenn alles gut geht, vielleicht noch mal im September ne größere Tour. Das steht aber noch nicht fest. Sonst, wer ein Konzert mit uns machen will kann sich gerne bei mir melden

Das Interview

Montag, 21. Dezember 2009

Jochen: Ich hasse Interviews die mit der Frage anfangen, wer denn in der Band was spielen würde usw. Deswegen kommt das erst als zweite Frage. Die erste ist: Mögt ihr Pizza? Und wenn ja, mit welchem Belag?

Andi: Pizza jaaaaaaa! Immer und haufenweise, es sei denn ich hab zuviel oder zu oft Pizza gegessen. Diverse Beläge, Hauptsache scharf!
Christine: Ich mag am liebsten Pizza Spinat oder Mozzarella und Tomaten, aber seit dem Euro ist Pizza zu teuer.
Martin: Eigentlich mag ich fast alles außer Kapern und Sardellen. Am besten möglichst viele Beläge auf einmal.
Lucas: Ich bevorzuge die Pizza Armenviertel. Also quasi Margarita . Ich meine, was haben Kapern auf einer Pizza verloren?

Jochen: Ok, es muss sein: Woher kommt ihr, wie alt seid ihr, wer spielt was in der Band und was habt ihr veröffentlicht?

Martin: Also wir kommen aus der Umgebung von Krefeld – ziehen aber bald nach Krefeld bzw. Düsseldorf. Wir sind zwischen 20 und 23 Jahre alt, Andi spielt Bass, Christine schreit, Lucas singt und spielt Gitarre und ich spiele Schlagzeug.
Bisher haben wir zwei Demo-Tapes draußen. Auf dem ersten ‚Mischief.Mayhem.Soap’ sind 3 Songs von unserem allerersten Auftritt. Na ja, also vom Sound her ganz gut, aber man merkt, dass es der erste Auftritt war. Damals waren wir noch zu sechst. Das war Ende 2000. Seit Anfang 2002 sind wir zu viert und seit Mai 2002 ist unser 2.Demo ‚Ready To Destroy The World’ mit 5 Songs zu haben.

Jochen: Ja, nachdem wir ja jetzt den Pflichtteil hinter uns gelassen haben und auch wissen wie’s bei euch mit Pizza aussieht, kommen jetzt die richtigen Fragen. Ich nenn’ mal drei eurer Lieder und es wäre fein, wenn ihr einfach was dazu schreiben könntet. “Today Limp Bizkit, Tomorrow the World” – würde mich interessieren was ihr denkt, wie weit man bei Satire usw. gehen darf, immerhin vergleicht ihr MTV mit Hitler und Bands die sich nicht zensieren lassen wollen mit Menschen jüdischen Glaubens. Interessiert mich, weil ich “Reagan Youth” liebe, die ja auch ne Art von Humor oder Satire hatten die man sicher hinterfragen sollte.
“Fire in the Gutter” – wie seit ihr drauf gekommen, um was geht’s usw.
und “Guilty” – das sich ja mit Gesetzen und Strafen beschäftigt.

Lucas: ‚Today Limp Bizkit…’ arbeitet natürlich mit totaler Übertreibung. Aber ich denke, dass gerade bei solch einer Übertreibung die Menschen eher mal hinhören und sich Gedanken machen. Meiner Meinung nach kann man mit Satire so weit gehen wie man will, weil jeder seine Worte irgendwo selber wählen sollte, und gerade Satire ja nun Satire ist, weil sich hinter dem Humor natürlich ein ernstes Anliegen verbirgt. Ich finde es unpassend, dass man alle Formen der Kunst irgendwo einschränkt, weil es nicht zum so genannten guten Ton gehört. Wenn alle Menschen ihre Worte mal etwas deutlicher wählen würden, wäre die zwischenmenschliche Kommunikation um einiges leichter. Zum Vergleich Hitler kommt es ja gerade erst dadurch, dass diese Leute in der Musikbranche, den „Künstlern“ die Worte in den Mund legen und ihnen quasi verbieten das zu sagen was sie denken. Daher rührt der Vergleich mit der NS-Diktatur, es ist natürlich übertrieben, aber man findet Parallelen.
Über jedes ‚Fuck’ wird ein Piepton gelegt, aber Hauptsache irgendeine Evolutionsbremse, wie der Sänger von Limp Bizkit, zeigt den Leuten, dass das Leben sich durch dicke Titten und schnelle Autos definiert. Da übertreibe ich dann lieber mal und mache es den Leuten etwas schwieriger mein Anliegen zu verstehen – worum es mir geht. Außerdem lach’ ich mich schlapp, wenn ich mir diese ganzen zugekoksten Plattenbosse in SS-Uniform vorstelle.
‚Fire in the Gutter’ wird oft falsch verstanden, es geht darin nicht alleinig um Armut. Der Text beschäftigt sich mit den Problemen, die jungen Menschen in unserer Gesellschaft gemacht werden. Wenn du ständig in Rollen reingedrückt wirst und nicht die Kraft hast die sich selber daraus zu lösen, zerbrichst du irgendwann daran und weißt selber nicht einmal warum. Für viele sind diese Jugendlichen eine Zahl oder die Überschrift in der Bild-Zeitung, aber keiner sieht den Menschen dahinter. Nimm den Amokläufer von Erfurt, was treibt einen Menschen dazu so weit zu gehen, bestimmt nicht die pure Böswilligkeit. Andere stecken uns Ziele die wir nicht erreichen können, und daran gehen viele junge Leute kaputt.
Zu ‚Guilty’ sag ich nur soviel, in einem Land in dem man wegen BtMG-Verstößen länger in den Bau geht, als wenn man irgendeinen wegen seiner Rasse oder seines Aussehens kaputt schlägt, fehlt mir für das Wort Gerechtigkeit jeder Bezug.

Jochen: Wenn ich mir die Bilder auf eurer Homepage anschaue dann merkt man, dass ihr von der Kleidung usw. schon ins klassische Punk-Bild reinpasst. Mich würde interessieren wie das so bei euch mit Kontakt zu anderen Leuten ist?
Z.B. sind mir so Asipunks auf Festivals oft zu besoffen und auch zu asig (warum kann man nicht “hey” rufen, sondern muss immer sowas wie “Fotzekopp” benutzten), so dass ich eigentlich absolut nix mit den Jungs und Mädels zu tun hab.

Martin: Man läuft ja so einigen Leute auf Konzerten über den Weg und kommt dann auch mal ins Gespräch. Mit wem man was anfangen kann, sieht man dann, es gibt ja nicht nur Asis. Wenn jetzt jemand total besoffen ist, Leute anprollt oder sonst irgend was Dumpfes macht – weiß ich auch nicht was ich mit solchen Leuten anfangen soll. Da gibt es einfach keine gemeinsame Basis. Meistens lassen die einen ja aber auch in Ruhe. Da kotzen mich so Macho-Typen, die denken sie müssten mal wieder zeigen, was für harte Kerle sie sind, mehr an.
Im Punkbereich, gibt es eben auch eine ordentliche Portion Herdenverhalten, Intoleranz, Dummheit und Leute, die sich für die Tollsten halten. So groß ist der Unterschied gegenüber der ‚bösen’ Gesellschaft nicht. Aber ich habe auch immer wieder nette und offene Leute kennen gelernt. Darum bleibt es auch immer lohnenswert den Kontakt zu suchen. Aber nur weil jemand sich Punk nennt, ist er doch kein besserer Mensch und ich muss auch mit dem nicht besser klar kommen als mit anderen.
Lucas: Mir ist es ehrlich gesagt egal wie die Leute aussehen, vielleicht lauf ich ja auch nur so rum, weil die Klamotten so billig sind. Aber gut, es gibt halt überall Idioten. Die einen liegen halt vollgekotzt in der Ecke, die anderen koksen sich das Hirn raus.
Christine: Ich wusste gar nicht, dass meine Klamotten ins klassische Punkbild reinpassen; ich ziehe einfach an das an, was mir gerade gefällt.Mir ist übrigens schon öfter aufgefallen, dass die Leute, die absolut ‚punkig’ aussehen die Verbohrtesten und Intolerantesten von allen sind.
Andi: Kann mich eigentlich nur an die Worte meiner Vorredner anschließen. Mir ist auch scheißegal wie jemand aussieht, aber auch genauso egal ob jemand „Fotzekopp“ oder „Hey“ ruft. Ich lauf meist in den Klamotten rum die mir gefallen oder die da grad liegen, das kann mal „punkig aufgestylt“ sein oder verdreckt und ungewaschen in gemütlicher Hose oder unmöglich aber auch normal.
Mit Menschen auf Konzerten, sei es nun Punk-, Oi!-, Hardcore- und hast du nicht gehört, hab ich über die Jahre bemerkt, dass es fast dasselbe ist wie überall wo ich hingehe: Es gibt einen Haufen von korrekten Leuten und viele andere Spasten oder Menschen die nicht auf meiner Wellenlänge sind oder in einer anderen Welt leben und die ich nicht brauche. Das ist so und wird wohl auch immer so bleiben, deshalb halte ich von so Phrasengedresche alla „United“, etc. gar nix sondern hänge mit den Leuten rum mit denen ich mich kommunizieren und auf die ich mich verlassen kann.

Jochen: Wie wichtig ist euch eigentlich Politik bei anderen Bands? Ihr selbst habt ja fast ausschließlich Texte die sich mit politischen Themen beschäftigen.
Was haltet ihr dann z.B. von Bands die sich “unpolitisch” nennen (wie z.b. viele Oi-Bands) oder Bands die einfach nur Spass-Musik machen?

Lucas: Unsere Texte sind nicht unbedingt politisch, weil das für uns bedeuten würde, dass sie eine Aussage in eine bestimmte politische Richtung treffen. Tun sie aber nicht. Unsere Texte sind lediglich kritisch und spiegeln mehr oder weniger wieder was passiert.
Aber da unpolitisch ja heutzutage bedeutet, dass man keine Meinung mehr hat und einem alles am Arsch vorbei geht, so lange man saufen kann und das wohlmöglich noch mit irgendwelchen Faschos, geht mir der Großteil der Oi!-Szene halt am Arsch vorbei. Allerdings ist meiner Meinung nach kein Mensch unpolitisch indem was er tut. Die meisten Leute, die so etwas sagen, tendieren eher nach rechts als sonst wohin.
Ich würde auch nicht sagen, dass Texte immer kritisch sein sollen, die Texte von den neuen Hellacopters Alben sind auch nicht kritisch aber haben trotzdem was an sich, wenn man sie mit den Scheißtexten von den vorherigen Alben vergleicht. Wichtig ist immer, das was dahinter steckt und man es ehrlich meint und nicht einfach irgendwas schreibt, nur weil man zu dumm ist richtige Texte zu schreiben.
Martin: Für die meisten ist unpolitisch eine Ausrede weil sie zu faul sind sich über mehr als ihren Mini-Horizont Gedanken zu machen. Über die meisten Oi-Bands und ihre Texte kann ich mich im besten Falle totlachen. Das ist meistens einfach nur stumpf und dann vielleicht noch rechtsoffen. Hauptsache Saufen? – Nein Danke, da gibt es wesentlich interessanteres!
Lustige Texte, die nicht einfach nur platt sind, sondern Spaß machen finde ich gut. Man muss ja nicht immer alles ernst nehmen und gute Laune setzt ja auch ne Menge positiver Energie frei. Wenn sich eine Band nur auf Spaß-Texte beschränkt finde ich das aber etwas einseitig.
Andi: Ich denke auch das grundsätzlich jeder in seinem Handeln irgendwo politisch ist, wobei ich unsere Texte doch auch eher als persönliche, kritische Meinungen sehe als ein politisches Statement, wenn die Schubladen überhaupt wieder wichtig sein sollen. Und es werden ja auch andere persönliche Dinge oder Gefühle in den Songs verarbeitet. Bei anderen Bands ist es mir, naja nicht scheissegal, aber relativ egal über was sie singen oder schreiben solange es jetzt nicht allgemeiner Faschodreck ist, obwohl ich gestehen muss das ich mir das zur Belustigung oder Analyse natürlich schon mal anhöre, was nicht heißt das ich die Leute unterstütze oder Geld für so was ausgebe.
Wenn die Texte so richtig peinlich oder einfach nur schlecht sind krieg ich einfach nur die Krise oder kann mich daran nur kurz erfreuen oder mich drüber lustig machen, wie es schon bei vielen Punk n´ Roll, Deutsch- Oi! Bands oder New School-Bollohardcore-Bands (schon wieder so viele Schubladen!) heutzutage vorkommt. Aber wenn mir die Musik gefällt dann hör ich so einen Kram halt auch. Ich kenne auch von vielen Songs die ich höre nicht immer die Texte, für mich ist Musik in erster Linie mal Musik und die kann entscheiden ob mir das gefällt oder nicht.
Das verhält sich ähnlich bei Spasstexten, wenn sie gut gemacht sind Ok, wenn sie peinlich und schlecht sind, nicht so wirklich!
Ich finds aber genauso Panne wenn sich Bands der totalen Sozialkritik und dem Underground verschreiben und immer wieder schwer “politisch“ sein müssen, wie z.B. Anti Flag (die ich mir auch gern anhöre) die dann aber nur in großen Hallen für etwas mehr Geld spielen oder Deutschpunkbands die immer noch ernst gemeint Parolen wie „Nazis raus“ oder „Auf die Bullen“ schreiben und dabei noch denken das das jetzt revolutionär ist oder irgend jemand dem sein Gehör schenkt.

Jochen: Neues Thema: In dem Lied “This ain’t Rock’n'Roll” geht’s ja um sog. “Punk”-Bands deren Videos bei MTV/Viva laufen und die ja nichts mit Punk zu tun ham.
Meine Frage wäre’, was ihr denn von so Labels wie z.B. Epitaph oder Fat-Wreck-Chords haltet, die ja im Grunde auch ihre Bands mit riesen Werbescheisse und perfekten Homepages “unterstützen” und dafür sorgen, dass diese Bands dann hier in riesen Hallen vor völlig beschissenem Publikum spielen und dass die Tickets dann auch mal locker 20 Euro kosten?

Lucas: Da ist natürlich was dran. Vor allem verstehe ich eine Band wie Anti-Flag nicht, die auf jeder Platte achtzigmal die Weltrevolution ausruft und dann für 20 Euro Eintritt in irgendeinem Kommerzschuppen spielt. In der Regel sehe ich so was aber differenzierter. Vor allem sollte man bedenken, dass Epitaph und Fat Wreck ursprünglich als kleine Labels angefangen haben und sich hochgearbeitet haben. Das waren mal ganze arme Schlucker und haben das alles aus eigener Kraft aufgebaut. Natürlich ist das mittlerweile alles ziemlich abgehoben, aber mir sind solche Leute lieber, als irgendwelche Schnösel die mit ihrem BWL-Studium in die Musikbranche einsteigen.
Man kann da jetzt drüber streiten, aber das Meiste an Kritik ist Neid und man sollte sich mal überlegen, ob man Leuten die mal drogenabhängig auf der Straße gelegen haben (siehe Brett Gurewitz), diesen Erfolg nicht gönnt. Aber in der Regel ist es immer leichter andere anzuklagen als ihre Leistungen anzuerkennen.
Martin: Gönnen sollte man solchen Bands und Labels den Erfolg schon. Was mich nur sehr daran stört, ist dass sie sich mit zunehmendem Erfolg immer mehr an die Praktiken des normalen Business angeglichen haben. Siehe die überteuerten Konzerte in ekelhaften Vergnügungsfabriken. Da wird einfach nur die Ware Vergnügen möglichst gewinnbringend verkauft. Einmal Musik-Vergnügen ohne Umtausch: 19 Euro 50. Warum benutzt man die selben ausgelatschten Wege wie alle anderen? Videos bei MTV, Touren durch die selben Hallen? Warum versucht man das nicht auf seinem eigenen Weg? Auch auf die Gefahr hin halt nicht so viel finanziellen Erfolg zu haben. Im Allgemeinen sind mir aber Epitaph und Fat Wreck tausendmal lieber als Sony und BMI.
Eigentlich ist der Text aber gar nicht hauptsächlich gegen diese Bands gedacht gewesen. Das ist ein teilweise etwas undifferenzierter Rundumschlag gegen alles Mögliche, was mich ankotzt im Bereich von alternativer Musik. Also auch gegen die ganzen neuen Rock- und Metalbands, die die selben lahmen Ideen von wegen Rockstar und meine Gitarre ist mein Schwanz immer wieder aufwärmen, oder die ganzen Dinosaurier, denen nach 20 Jahren wieder einfällt, dass sie ja mal in einer Punkband gespielt haben.
Andi: Jaja sehe ich auch wieder alles ungefähr so. Ich denke solange man bei einer Sache, sie es nun Label, Band, Zine, etc. die man sich selber und ehrlich aufgebaut hat und man immer noch alle Fäden in der Hand hat die dieses „Unternehmen“ steuern, darf man damit schon mal die ein oder andere Eurone verdienen und ich gönne es und beneide jeden darum der es schafft sein Ding fernab von aller Scheisse die um einen herum ist durchzuziehen und davon zu leben und dadurch dann auch andere Bands unterstützen kann.

Jochen: Noch ne Frage zu dem selben Lied. Was haltet ihr von Bands die Punk mit Rock’n'Roll mischen und dann diese komische Macho-Einstellung haben, so dass auf den Covers oder den Tourplakaten immer nur Karren und nackte Frauen abgebildet sind? Das ist ja oft ein übles Frauenbild dass da transportiert wird.

Christine: Ich halte da nix von. Wirkt irgendwie albern, weil die meisten Typen die stilisierten Super-Tussis und die tollen Autos, die auf ihren T-Shirts abgebildet sind, eh nicht haben können.. Meistens sind sie ja selber meilenweit von einem Schönheitsideal entfernt.
Lucas: Gar nix. Ich bin selber gerade dabei eine Band auf die Beine zu stellen die sich diesen Punk´n`Roll Sound zum Vorbild nimmt. Allerdings kotzt auch mich diese Macho-Titten-Scheiße tierisch an.
Es gibt allerdings auch viele Bands die einen verdammt guten Rock´n´Roll spielen und dazu noch korrekte Texte haben. Nimm Revolvers, DGeneration oder Motörhead. Ich höre ziemlich gerne Rock´n’Roll, sogar die Bones. Aber es ist immer dasselbe, erst werden so Bands tierisch gepusht und dann wenn sie was erreichen, sagen alle dass die Texte jetzt aber ziemlich dämlich sind. Mir ist schon bei der ersten Bones Platte klar geworden, dass man besser das Hirn ausschaltet wenn man die Texte liest. Ich schreibe sowas nicht aber wenn man es halt toll findet. Ich hab weder ´nen Hot Rod noch ´nen Highway.
Martin: Ich fühl mich weder von nackten Frauen noch von Autos angesprochen. So was gehört in den D&W-Katalog. So wie das auf den Covern und in den Texten dargestellt wird, hat es nix mit meinem Leben zu tun. Interessiert mich also auch nicht.
Was da teilweise transportiert wird halte ich für sehr übel: Es geht darum cool zu sein, toll auszusehen und die Mädels sind am besten noch dumm und halten die Klappe. Dieses ganze Fixieren auf Äußerlichkeiten, das Aufstellen von Schönheitsidealen, die dann eh nur eine Minderheit erreichen kann und alle anderen sich scheiße fühlen anstatt Selbstvertrauen zu entwickeln, was ist das denn? Die Angst und der Druck der dadurch aufgebaut wird verhindert oft, dass viele Leute, die wirklich Potential besitzen, ihre eigenen Stärken entwickeln. Das ist ja nicht auf Frauen beschränkt. Das ist so verbreitet in unserer Gesellschaft, dass es meiner Meinung nach wesentlich schlimmer ist, als die paar Fascho-Deppen.
Ich denke die meisten dieser Bands denken darüber nicht nach. Aber denen geht’s darum zu posen und irgendeinem leeren Cliche hinterher zu rennen. Die denken wahrscheinlich noch sie wären wahnsinnig alternative und machen doch das selbe wie die Gesellschaft gegen die sie denken zu rebellieren. Mich erinnert das ehr an Zirkus oder Karneval: Dieses Jahr werde ich ein cooler Rock’n’Roller mit Flammen und Eightball. Nächstes Jahr dann wieder Prinzessin.
Andi: Ich hör auch viel Rockmusik, sei es nun das neue oder das alte Zeug. Klar haben die Bands textlich meist nicht viel mit „Punk“ am Kopf und wenn jemand denn das mit den dicken Karren und nackten Frauen echt ernst meint und nicht nur als alberne Erfüllung eines Klischees sieht und sozusagen wirklich sexistisch ist, halte ich davon ebenfalls gar nix!
Auf der anderen Seite sehe ich für mich persönlich in einem Tittencover nicht direkt einen Sexismus in den Köpfen der betreffenden Bandmitglieder, manche denken darüber wahrscheinlich noch nicht einmal nach oder machen es „einfach nur so“. Wenn es den Kapellen darum geht textlich halt in ein bestimmtes Klischee zu verfallen wie z.B. die Metalband die düstere Texte schreibt, der Stimmung wegen; oder die Titten-Rock n´Roll-Band nur Sauf- und Fickorgien zelebrieren will – sollen sie ruhig. Würd ich selber wahrscheinlich nie so schreiben, aber ich hörs mir halt an wenn es gefällt.
Ich denke, dass ich die Leute immer erstmal persönlich kennenlernen muss um sie zu beurteilen. Und manchmal will ich auch eine düstere Stimmung haben oder bin in Titten-Party-Sauf-Laune; sowas kann ja auch, so plump es auch rüber kommt, nett gemeint sein, ein Assi-Vollsuff-Kompliment sozusagen: “Boahh hast du geile Titten, darf ich da mal drüberlecken?“ Ihr denkt das ist sexistisch, nein, das könnte auch der Hilfeschrei einer Kreatur nach Liebe sein, der der Frau somit huldigen will um ihr zu zeigen, dass er sie mag, weil er einfach keinen wohl artikulierten Satz zum Ansprechen herausbringen kann oder einfach nur schüchtern ist oder es nicht anders gelernt hat und er dabei aber die Frau bewundert und sie wirklich liebt, es nur absolut und grandios Scheiße rüberbringt.
Ich weiß auch nicht wirklich ob solche Texte oder Cover bei vielen Mädchen Minderwertigkeitskomplexe erzeugen oder sie sich dabei beleidigt fühlen, müsste ich auch erst mal ernsthaft untersuchen und Befragungen durchführen. Da suche ich auch eher bei irgendwelchen Werbeplakaten, etc. Über das Thema kann ich glaub ich auch ewig was schreiben ohne zu einem wirklichen Ende zu kommen, wenn ich meine Ansichten und Überlegungen dazu aufschreiben müsste würde das wohl zulange dauern, ich weiß es alles nicht. Ich hab aber solche Platten zu Hause im Schrank und denke nicht das ich Sexist bin; und wenn doch ist auch ok.
Martin: Also wenn man das so entschuldigen will: „Die können’s nicht anders, haben’s nicht anders gelernt etc.“, dann kann man jede Art von Dummheit und Intoleranz entschuldigen. Ich denke aber, dass jeder Mensch wenigstens wissen sollte mit was er andere Menschen verletzt bzw. angreift und das gefälligst sein lässt. Die Fähigkeit scheint aber unter den Menschen nicht besonders verbreitet zu sein. Lächerlich finde ich es nur, dass man dann auch noch meint, man sei so wild und anders, wenn man nicht mal drüber nachdenkt was man macht, sondern nur das macht was andere Leute oder irgendein Cliche vorgeben.
Aber ich muss auch mal sagen, dass wir immer leicht alle anderen kritisieren können. Jeder sollte erst mal bei sich selber anfangen, dass ist wesentlich schwieriger.

Jochen: Das Lied “Perfect Life Inc.” handelt ja vom perfekten, im Labor hergestellten Menschen und die Gefahren die das mit sich bringt. Erzählt mal en bisschen was dazu.

Martin: Der Text handelt von einem Unternehmen, das Eltern ihre Wunschkinder herstellt.
Das ganze ist in Form einer Werbung geschrieben – heutzutage wird ja irgendwie für alles geworben: Kaufe das und sei glücklich! Egal was, den sinnlosesten Scheiß wollen sie dir andrehen, damit du endlich glücklich wirst. Am besten gleich zwei kaufen, macht doppelt glücklich und sparen tust du auch noch. Das ist oft beste Realsatire.
Außerdem: Ist es nicht eine absolute Verkümmerung, wenn überall die wirtschaftliche Verwertbarkeit die entscheidende Instanz ist und alles andere dahinter zurückstehen muss? Anstatt dass sie billige AIDS-Medikamenten für die 3.Welt herstellen bekommen wir von den Pharmakonzernen ein neues Mittel gegen Hautalterung oder halt unser Wunschkind – da winken ja die Millionen. Ist es denn eigentlich nicht ein viel größerer Gewinn, Menschen das Leben gerettet zu haben?
Sorgen sollt einem auch machen, dass es für ein Produkt ‚Wunschkind’ sicher einen Markt geben würde: Dass Eltern ein möglichst perfektes Kind haben wollen, um dann so richtig stolz sein können, ist ja schon so und man setzt die Kinder unter einen wahnsinnigen Leistungsdruck. Das macht viele Kids schon früh total kaputt.
Das ganze ist auch eine Frage der Verantwortung von Forschern für die Monster die sie erschaffen. Nachdem sie die Atombombe entwickelt hatten, waren einige Forscher ganz heiß drauf, ihre Entwicklung nun endlich mal im Einsatz zu sehen. Die anderen hatten dann doch ein schlechtes Gewissen und baten den amerikanischen Präsidenten darum, die Bombe nicht einzusetzen. Aber die Geister die ich rief…
Außerdem geht’s auch wieder um den ganzen Scheiß mit Äußerlichkeiten, aber da habe ich mich ja schon drüber ausgelassen.

Jochen: Punk, Hardcore und andere “Lebensalternativen” bedeuten für jeden einzelnen ja was anderes, deshalb interessiert mich was Punk, abgesehen von der Musik, für euch bedeutet?

Lucas: Das ist ´ne blöde Frage. Punk bedeutet für mich vor allem, dass man Leute nach dem beurteilt was sie tun und sind, und nicht danach wie sie aussehen. Ich würde mich nie als Punk bezeichnen. Denn wenn es mal darum geht irgendetwas für andere zu tun, wodurch man selber keinen Vorteil hat, kann man die meisten so genannten Punks vergessen.
Andi: Just another Schublade! Wir sind doch eigentlich alle dieselben erbärmlichen Würmer!
Christine: Punk ist für mich doch in erster Linie eine Musikrichtung. Ich finde es schwierig, diese so genannten ‚Lebensalternativen’ klar zu definieren.
Seine Lebenseinstellung sollte jeder für sich selbst definieren. Ich habe mich nie als Punk bezeichnet. Wieso sollte ich mich in eine Schublade stecken, wenn das andere für mich tun?
Außerdem muss man sich, wenn man sich so einen Stempel aufdrückt, wieder an gewisse Regeln halten. Man trifft ständig Leute, die einem sagen, dass man alles so oder so machen muss, weil das sonst nicht ‚Punk’ ist. Darauf kann ich wirklich verzichten.
Martin: Da komme ich nie auf eine zufrieden stellende Antwort. Ich habe da keine Definition für – Ich versuche ich selber zu sein das ist schwer genug. Die Ideen und der Spaß die über die Musik und das Drumherum vermittelt werden, hatten sicher einen großen Einfluss auf mich und waren oft auch eine Hilfe. Ich würde mich selbst aber nicht als Punk bezeichnen.
Das wäre viel zu einseitig und ist mir auch zu abstrakt. Deshalb halte ich es auch nicht für notwendig eine Definition dafür zu haben.

Jochen: Letzte Frage an eure Sängerin, ich hab in deiner Playlist die neue Pladde von “Blood for Blood” gesehen und wollte fragen, was du von “So common, so cheap” hälst?
Ist ja auch ein Lied, das man kritisch betrachten sollte (Für die Leute die das Lied nicht kennen hier ein paar Textstellen: “You were so common, you were so cheap, Another coke snortin’ slut from the barroom scene.” intro:”fucking your pussy was like fucking the wound from a shotgun blast…” oder “I thought you were something but you proved me wrong. Money is your only god, what a tired boring old song.”).
Auch wenn das Lied nur für seine Ex-Freundin gedacht ist muss man sich überlegen wie das bei den Kids ankommt wenn diese Frau so dargestellt wird. Ich will dich nicht dumm anmachen oder so, schließlich hör ich die Band auch manchmal, mich interessiert einfach nur deine Meinung.

Christine: Im Beiblatt steht, ‚so common, so cheap’ sei auf die Ex-Freundin bezogen. Wenn der Typ wirklich verarscht worden ist, ist das meiner Meinung nach okay, seinen Hass in einem Text rauszulassen. So lange sich das nur auf eine Person bezieht. Da finde ich es wirklich schlimmer, wenn bei den oben genannten Rockbands die einzige Funktion der Frau ist, halbnackt auf einem Auto zu sitzen und blöd zu lächeln.
Blood for Blood ist eine Band, die ich beim Sport höre, um mich abzureagieren. Die Texte und die ganze Art wie die Band rüberkommt, ist so übertrieben, dass es schon wieder amüsant wirkt. Ich kann so was nicht wirklich ernst nehmen. Wenn ich Texte will, mit denen eine Auseinandersetzung lohnt, dann höre ich Fixtures, Kennedys oder Stiff Little Fingers.

Jochen: Ok das war`s, ist ziemlich kurz geworden aber ich hab’s nicht künstlich in die Länge gezogen weil das dämlich gewesen wäre und jetzt kommt das, was ich bei Interviews immer vermisst habe: Der “Die-Band-darf-sich-auslassen”-Teil.
Ok, das heißt ich würde mich freuen, wenn ihr jetzt einfach erzählen würdet was ihr erzählen wollt und zwar egal wie viel Platz das wegnimmt und es ist auch egal ob’s um Politik oder um Musik oder sonst was geht…schreibt einfach.

Martin: Nehmt euch und vor allem uns nicht zu ernst, bevor ihr was kritisiert, versucht es selber besser zu machen, sucht nach Alternativen, zu dem was euch vorgegeben wird, und bleibt aufrecht.
Okay, der Lucas kann sich von uns wohl am besten über etwas auslassen. Also bitte Lucas…
Lucas: Was glauben wohl sie, wer Jesus Christus war? Sie glauben er war ein Heiliger? Vielleicht Gottes Sohn? Sie liegen falsch. Jesus Christus war ein arbeitsloser Tischler, der anstatt zur Arbeit zu gehen sich lieber bei den Nutten und Verrätern rumgetrieben hat, und den Menschen Wahrheiten erzählt hat, die sie nicht hören wollten. Ich finde es unverantwortlich einen Menschen wie Jesus Christus in Zeiten so hoher Arbeitslosigkeit als Vorbild zu huldigen. So viele Menschen hätten gerne Arbeit und was macht dieser Jesus? Schmeißt einen sicheren Job um rumzurennen und von seinem Vater zu erzählen, als ob wir nicht genug Sozialarbeiter hätten. Hätte das Ende wenigstens als Abschreckung vor solch einem Lebenswandel dienen können, macht man daraus einen Heldentod. Dieser arbeitsscheue, langhaarige Sozialarbeiter wird auch noch dafür gefeiert dass er einfach nicht mehr zur Arbeit gegangen ist. Und sein Vater? Anstatt ihm in den Arsch zu treten, kocht der seinem Sohn noch sein Lieblingsessen und fährt mit dem ins Phantasialand für Verstorbene. Also ne. Denkt einmal darüber nach, wenn mal wieder Weihnachten oder Ostern vor der Tür steht. In Zeiten der Rezession sollten wir Weihnachten mal ausfallen lassen, und zwar aus moralischen Gründen. So nicht meine Herren Christen. Stellen sie sich mal vor ich würde den ganzen Tag rumrennen und von meinem Vater erzählen, sie würden mich auf der Straße anspucken und mir und meiner Familie den Tod an den Hals wünschen. Aber bei Jesus ist das in Ordnung, oder wie? Gerade sie, die die Langhaarigen Sozialschmarotzer verpönen nehmen sich ihren Adonis zum Vorbild. Schämen sie sich was. Anstatt dauernd in die Kirche zu rennen um diesem Hippie zu huldigen sollten sie ihre Zeit lieber sinnvoll nutzen und einen Krieg mit einem wehrlosen Land anfangen. Aber das widerspricht ja wohl ihrer Moral, was? Eine Moral die von einem arbeitslosen Faulenzer entwickelt wurde, der wahrscheinlich auch noch Drogen genommen hat. Die Ähnlichkeit mit Kurt Cobain kommt wohl doch nicht von ungefähr. Wenn sie die Moral von Jesus Christus zum Vorbild nehmen, können sie auch meine zum Vorbild nehmen, ich bin nämlich genauso faul, wenn nicht noch fauler. Sie merken worauf ich hinaus will? Wenn sie denken, dass Jesus Recht hatte, dann können sie als Folge keine Befehle von Leistungswilligen annehmen. Das wäre Schizophren. Die Regeln eines Faulenzers durchgesetzt und kontrolliert durch Leistungswillige? Kein Arbeitsscheuer würde so etwas dulden. Sie liegen nicht falsch mit ihrem Glauben. Sie haben sogar Recht. Aber Glauben hat auch mit Konsequenz zutun. Deswegen glauben sie konsequent an die Leistungsverweigerung, denn ihr Meister ist, ihr Herr. Stehen sie auf und sagen sie „Ich nehme keine Befehle mehr von Leistungswilligen an, denn mein Herr war eine faule Sau“. Wenn sie an Jesus glauben, dann ist die Revolution ihre gottverdammte Pflicht. Amen!

Yep! Soweit die heiligen Worte. Wer auch Frage an uns hat, darf die natürlich gerne stellen. Einfach hier melden, wir freuen uns.
(Bis hier unten hat wahrscheinlich eh’ niemand gelesen)

Moers im Süden am 16.3.2002 mit Golden Cockring, Bash! und Affront

Montag, 21. Dezember 2009

Cool, cool, steig ein, sach ich und los geht´s, mit der lustigen Autofahrt aus Oedt nach Moers in den sagenumwobenen “Süden”; oder “Volksschule”; die Karre voll mit Menschen die ich sowieso nicht leiden kann und einem Haufen Instrumente- Schrott, na gut endlich da, wie immer die Ersten, glaub ich zumindest.
Der “Süden”, zwar punkrockig gemacht, aber der Sound nervt immer ob vor oder auf der Bühne, egal ich hab eh schlechte Laune, bin aber sowieso wieder der Geilste weil ich als Ultra- Punker natürlich mit zwei Bands an diesem Abend spiele. Die ersten sind GOLDEN COCKRING, die Proberaumpartner und unterwürfigen Hunde der dämlichen DISASTERS, bei denen ich genötigt bin Bass zu spielen, sowohl bei Cockring als auch Disasters. Was soll ich jetzt über die Bands sagen?, gesehen hab ich sie beide nicht, weil ich ja auf der Bühne gestanden habe, genau weil ich der Geilste bin. Ich weiß also nicht wie die Bands waren, auf der Bühne hab ich sowieso wieder nur Krach gehört, egal war bestimmt super, wegen mir natürlich nur.
BASH! hab ich dann gar nicht gesehen, weil ich mir im Auto Drogen einverleibt habe und Hörspielkassette hören musste, mich außerdem mit diversen Menschen vor der Tür unterhalten habe um sie vom Hinduismus zu überzeugen. AFFRONT konnte ich ein wenig verfolgen, war aber leider viel zu voll und zu laut um sich an dieser Band vernünftig zu erfreuen, fand ich aber super was ich von ihnen mitbekommen habe, schöner Hartchorpank.
Ja was soll ich noch sagen?, komischer Auftritt, weil das erste mal ohne Hans und Nina, irgendwie schon ungewohnt. Konzert an sich hat der Kupfer ja veranstaltet, war von daher also schon super und Pflicht sowieso für uns da zu spielen, wir bekamen Essen, Trinken und sogar Geld, schön.